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Material und Ausstattung des Rettungswagen

Das Material und die Ausstattung auf unserm Rettungswagen dient in erster Line zur Versorgung von Notfallpatienten. Ob auf einem Sanitätsdienst oder im Einsatz mit der Feuerwehr, verunfallte oder erkrankte jeden Alters können so optimal versorgt werden. 


Bei Interesse können sie hier das Inhaltsverzeichnis unseres Rettungswagen einsehen.

EKG und Defibrillatror

unser Life Pak 12 Defibrillator

Der Life Pak 12 der Firma Meditronic / Physio Control ist ein kompakter Überwachungsmonitor und Defibrillator, der es uns ermöglicht alle wichtigen Vitalparameter unserer Patienten auf einem Gerät zu erfassen.

Es können:

  • ein kleines 6 Kanal sowie ein großes 12 Kanal EKG geschrieben werden um Herzrhythmusstörungen oder einen Herzinfarkt sicher erkennen zu können
  • mittels Pulsoxymetrie können durch einen Sensor am Finger Puls und Sauerstoffsättigung im Blut gemessen werden, um einen Sauerstoffmangel frühzeitig erkennen zu können.
  • eine automatische Blutdruckmessung mit passenden Manschetten vom Säugling bis zum Erwachsenen sorgt für eine  kontinuierliche Überwachung des Blutdruckes ohne Personal zu binden.
  • durch eine Kapnographie kann bei einer künstlichen Beatmung der Kohlendioxidgehalt in der Atemluft gemessen werden um die Beatmung zu optimieren und eine korrekte Lage des Beatmungsschlauches zu gewährleisten.
  • zusätzlich bietet der Life Pak 12 die Möglichkeit bei Herzrhythmusstörungen, diese durch einen synchronen oder asynchronen Stromstoß zu therapieren und so lebensbedohliche Herzrhythmusstörungen zu beheben.
  • um auch Laienhelfern oder unseren Sanitätern die Möglichkeit zu geben solch lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen zu behandeln, verfügt der Defibrillator über eine AED Funktion (Automatische externe Defibrillator). Diese analysiert ggf. selbstständig den Herzrhythmus des Patienten und empfiehlt bei einem anormalen Herzrhythmus die Defibrillation.
  • durch einen externen Herzschrittmacher kann im Falle eines Ausfalls der Reizleitung des Herzens, diese durch den Schrittmacher ersetzt oder bei bestimmten Herzrhythmusstörungen, die eigene Reizleitung übersteuert werden.

Notfallbeatmungsgerät

unser Medumat Standard Beatmungsgerät

Das Notfalbeatmungsgerät Medumat Standard der Firma Weinmann ermöglicht es uns, Patienten mit akuter Atemnot auch außerhalb des Fahrzeuges mit  Sauerstoff zu versorgen und ggf. bei Aussetzen der Eigenatmung des Patienten, diese durch das Beatmungsgerät zu unterstützen oder zu ersetzten.

  • eine stufenlose Regulierung des Sauerstoffflusses von 1 bis 15 Litern pro Minute ermöglicht es uns individuell dem Patienten so viel Sauerstoff zukommen zu lassen wie er benötigt.
  • durch eine volumenkontrollierte Beatmung ab 10 Kg Körpergewicht möglich die Therapie von Atemstörungen auch schon bei kleinen Patienten.
  • eine 2 Liter Flasche mit 200 bar komprimiertem Sauerstoff bietet uns 400 Liter Sauerstoff um dem Patienten vor Ort zu helfen, bis er zur weiteren Versorgung in unseren Rettungswagen gebracht wird.
  • ein Adapter ermöglicht es uns das Beatmungsgerät im Fahrzeug direkt an die zentrale Sauerstoffversorgung anzuschließen um nicht zwei Geräte vorhalten zu müssen.

elektrische Absaugeinheit

unsere Accuvac Rescue

Die ACCUVAC Rescue der Firma Weinmann ist eine mobile, tragbare, elektrisch betriebene Absaugpumpe.


Sie wird eingesetzt um z.B.

  • um Ansammlungen von Blut, Sekret, und Nahrungsbestandteilen aus der Mundhöhle, dem Nasen-Rachen-Raum und dem Bronchialsystem abzusaugen um so eine Verlegung der Atemwege und damit die Gefahr des Versagens der Atmung  zu beseitigen.
  • um Vakuumschienen zur Schienung von Knochenbrüchen oder Vakuummatratzen zur Ruhigstellung der Wirbelsäule bei Unfällen oder Stürzen abzusaugen.

Notfallkoffer Erwachsene

Der Notfallkoffer Erwachsene ist ein Ulmer Koffer 3 der Firma Weinmann und enthält alle wichtigen Materialien zur Versorgung eines Notfallpatienten die auch im Fahrzeug verlastet sind. 

Darunter sind:

  • Verbandmaterialien
  • Infusionen und Material zur Venenpunktion
  • Material zur Injektion von Medikamenten
  • Beatmungsbeutel und Beatmungsmasken
  • Intubationszubehör zur Atemwegssicherung und Beatmung
  • Alternativer Atemweg - Larynxtubus
  • Blutdruckmannschette und Stethoskop
  • Blutzuckermessgerät
  • uvm.

 

Hier können sie das Inhaltsverzeichnis des Notfallkoffers einsehen.

Kinder Notfallkoffer

Die Kindernotfalltasche ist speziell an die Bedrüfnisse unserer kleinen Patienten angepasst. Da Kindernotfälle nur sehr selten sind wird das Material in einer separaten Tasche vorgehalten. Neben Verbandmaterial enthält die Kindernotfalltasche Beatmungsbeutel und Masken, Intubationszubehör und Material zur intravenösen und intraossären Injektion passend in den Größen für Säuglinge, Kleinkinder und Kinder. Sowie ein Notgeburt Set zu Entbindung.

Hier können sie das Inhaltsverzeichnis der Kindernotfalltasche einsehen.

 

 

Verbandkoffer

Der Verbandkoffer unseres Rettungswagens ist speziell für Patienten mit schweren Verbrennungen oder Amputationsverletzungen ausgelegt. Mit großen Aliminiumbeschichteten Verbandtüchern, können Brandwunden steril abgedeckt werden und mit Amupations Sets in verschiedenen Größen können Amputate steril verpackt und gekühlt werden.


Hier können Sie das Inhaltsverzeichnis des Verbandkoffers einsehen.

 

 

Sanitätstasche

Damit auf Sanitätsdiensten die Helfer nicht immer den großen Notfallkoffer mitnehmen müssen, ist auf dem Rettungswagen eine spezielle Sanitätsdienst Tasche mit einer kleinen Notfallausrüstung verstaut.

Diese ermöglicht es uns kleinere Verletzungen auf unseren Rundgängen über das Veranstaltungsgelände, vor Ort zu versorgen.

Bestandteile der Tasche sind:

  • erweitertes Verbandmaterial mit Haftverbänden und Kältesofortkompressen
  • Blutdruckmanschette und Stethoskop
  • Blutzuckermessgerät
  • Beatmungsbeutel und Masken
  • Beatmungshilfen wie Guedeltuben
  • Glukose und Traubenzucker
  • Infusionen und Material zur Venenpunktion
  • Franktruschiene "Sam Splint"

Hier können sie das Inhaltsverzeichnis der Sanitätsdienst Tasche einsehen.

 

Fahrtrage

Stryker Fahrtrage Rugged M1

Unser Rettungswagen ist mit einer Roll- In- Fahrtrage der Firma Stryker ausgestattet.

Moderne Tragen verfügen über ein abnehmbares Fahrgestell, welches die Fortbewegung der Trage durch nur einen Helfer ermöglicht und die körperliche Belastung für die Helfer verringert. Zum Transport über Treppen oder in unwegsamen Gelände sind jedoch nach wie vor stets mehrere Personen nötig. Generell sind Tragen dazu mit vier Haltegriffen für die Helfer versehen.

Heute ist es notwendig, Tragen zu verwenden, welche gesteigerten Ansprüchen nicht nur an die Robustheit des Materials, sondern auch den Komfort und die Sicherheit des Patienten genügen. Zudem muss die Möglichkeit gegeben sein, den Kopfteil gegenüber dem Rumpf des Patienten erhöht zu lagern, um Patienten mit Atemnot oder Herzbe-schwerden das Atmen zu erleichtern und den Blutfluss zum Herzen zu verlangsamen.

Nach Möglichkeit soll das Fahrgestell durch unterschiedliche mögliche Stellungen verschiedenen typischen Situationen gerecht werden, etwa der Patienten-Umlagerung, der Bekämpfung eines Volumenmangelschocks bei großen Blutverlusten, durch Hochlagerung des Fußendes etc. Diese Tragen sind generell mit Polstermaterial versehen und erlauben auch die zusätzliche Verwendung einer Vakuummatratze oder anderer Immobilisationssets. Unterschiedliche Gurte tragen zur Sicherheit des Patienten beim Transport bei. Des Weiteren gibt es bereits für viele Tragen zusätzliche Infusionsständer oder auch Gerätehalterungen für Defibrillatoren, Beatmungsgeräte, Perfusoren etc.

Schaufeltrage

Die Schaufeltrage ist ein Hilfsmittel zur Rettung von verunglückten Personen, bei denen eine mögliche Fraktur der Wirbelsäule nicht auszuschließen ist. Sie ist eine flache Trage aus Leichtmetall oder Kunststoff, die der Länge nach geteilt werden kann.

Verwendung:

Zum Aufnehmen („Aufschaufeln“) eines Patienten wird die Schaufeltrage in ihre beiden Teile getrennt und diese vorsichtig von beiden Seiten unter den Patienten geschoben, möglichst ohne ihn anzuheben oder sonst zu bewegen. Dann werden die beiden Hälften wieder mit Verschlüssen fixiert, der Patient mit Gurten fixiert, und der Patient liegt auf einer stabilen Unterlage.

Anwendung

In der Regel wird der Patient anschließend auf eine Vakuummatratze gelegt, um einen schonenden Transport zu gewährleisten.

Aufgrund ihrer geringen Größe und des geringen Gewichtes wird die Schaufeltrage gelegentlich auch zum Transport des Patienten in schwierigen Situationen, z. B. in engen Treppenhäusern, verwendet. Dazu ist die Schaufeltrage mit Gurten und Tragegriffen ausgestattet. Diese Vorgehensweise ist für den Patienten schonender als die Verwendung eines Tragetuches. 

In Verbindung mit einer Vakuummatratze ist es möglich, einen auf dem Bauch liegenden Patienten mittels der Sandwichtechnik achsengerecht und bewegungsarm auf den Rücken zu drehen. Bei dieser Methode wird die Vakuummatratze auf den Patienten gelegt, die Schaufeltrage untergeschoben und entsprechend fixiert. Nach der Drehung um die Horizontalachse liegt der Patient auf dem Rücken in der Vakuummatratze.

Besonders bei Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung wird sie zur Rettung aus PKWs oder LKWs verwendet, um den Patienten liegend befreien zu können.

Vakuummatratze

Vakuumschienmaterial dient im Rettungsdienst zum Ruhigstellen von Frakturen und zum schonenden Patiententransport, wenn der Verdacht darauf vorliegt oder gesichert ist. Es besteht aus einer luftdichten Hülle und einer lockeren Füllung aus Kunststoffkügelchen. Im Ausgangszustand ist das Schienmaterial weich und formbar. Es wird an den Körper/-teil des Patienten anmodelliert und mit einer Absaugpumpe evakuiert. Durch den Unterdruck werden die Kügelchen fest aneinander gepresst und die Schiene wird hart. Dadurch ist die Fraktur immobilisiert und der Patient auf dem Transport vor weiteren Verletzungen geschützt.

Die Vakuummatratze dient zur Versorgung von Verletzungen größerer Knochen (Oberschenkel) und am Torso (Wirbelsäule, Becken). Im Rettungsdienst ist aufgrund der Ähnlichkeit mit vakuumverpackten Nüssen auch der Spitzname Erdnussbett verbreitet.

Der Patient wird mit einer Schaufeltrage auf die Vakuummatratze gelegt.

Zum Transport wird die Vakuummatratze auf eine Trage oder Schaufeltrage gelegt, um ein Durchhängen zu verhindern. Sie ist mit Gurten und Tragegriffen ausgestattet und kann notfalls auch zum Tragen über kurze Strecken verwendet werden.

KED System

Das Rettungskorsett oder Immobilisationsset immobilisiert die gesamte Wirbelsäule und ermöglicht dem Rettungsdienst die Rettung des Patienten aus schlecht zugänglichen Situationen.

Als Begriffsmonopol für das Rettungskorsett hat sich die Produktbezeichnung K.E.D. oder K.E.D.-System (engl. Kendrick Extrication Device, wörtlich etwa Kendrick-Befreiungshilfsmittel) durchgesetzt. Das Original KED wird von der Firma Ferno vertrieben. Inzwischen ist auf dem Markt aber eine große Zahl von kostengünstigeren Nachbauten erhältlich.

Das Rettungskorsett umschließt wie ein klassisches Korsett den Rumpf unterhalb der Achseln und ist am Rücken bis über den Kopf hinaus verlängert. Stabilisiert wird das Kunststoffgewebe durch senkrecht eingearbeitete Streben, es wird durch mehrere Zugbänder um Oberkörper, Oberschenkel und Stirn fixiert. Fachgerecht wird es nur in Verbindung mit einer Halskrause eingesetzt, die zusammen mit dem Kopf entsprechend unterpolstert wird, um eine achsengerechte Lagerung zu erreichen. Nach dem Anlegen sind unabsichtliche Bewegungen des Halses und der Brustwirbelsäule unmöglich, die Wirbelsäule wird vollständig entlastet.

Besondere Bedeutung hat das Rettungskorsett bei der Rettung von Verletzten aus Fahrzeugen und der Tiefe, wo der Patient mit geeignetem Hebezeug leicht herauf geholt werden kann. Weiter ist eine Rettung aus Kanalbauschächten, Brunnen und Bergwerksschächten möglich. Auch bei Motorsportereignissen wird das Rettungskorsett erfolgreich zur Rettung des Patienten aus dem Cockpit eingesetzt. Ein weiterer Grund für die Anwendung des Rettungskorsett ist einfach die Möglichkeit „Griffe am Patienten“ anzubringen.

Cervicalstütze

HWS-Schiene bezeichnet eine Kunststoffmanschette, die die Halswirbelsäule (HWS) immobilisiert. Sie ersetzt einen Teil der Stützfunktion der HWS und setzt die teilweise Bewegungsfähigkeit außer Kraft. Der Kopf ruht auf der Schiene und sie sitzt auf den Schultern auf.

Für die HWS-Schiene hat sich der Produktname Stifneck (von engl. stiff neck, Genickstarre) der Firma Laerdal durchgesetzt. 

Im Rettungsdienst wird allen Patienten mit Verdacht auf eine Halswirbelsäulenverletzung, besonders bei Verdacht auf HWS-Fraktur, eine HWS-Schiene angelegt, beispielsweise nach einem Sturz aus großer Höhe oder Verkehrsunfällen. Sie wird entsprechend traumatisierten Patienten bereits vor der Rettung am Unfallort angelegt und solange belassen, bis eine knöcherne Verletzung ausgeschlossen ist. Das soll verhindern, dass eine möglicherweise bestehende Verletzung durch Bewegung des betroffenen Wirbels verschlimmert wird.

Entscheidet sich ein Rettungsdienstmitarbeiter eine Cervicalstütze anzulegen, so stellt er möglicherweise die Verdachtsdiagnose "HWS-Fraktur", da aus der (Fremd-)Anamnese Informationen über Gewalteinwirkungen auf die Halswirbelsäule hervorgegangen sein könnten, oder aber er legt die Cervicalstütze an, weil es ihm sein vorgegebener Algorithmus vorschreibt, bzw. er rein prophylaktisch handelt. Zu beachten ist dabei, dass eine Cervicalstütze nicht die komplette Halswirbelsäule vor Bewegung und somit Manipulation schützt, sondern nur die Halswirbelkörper I - V (1-5). Da die HWS aber aus insg. sieben Wirbelkörpern besteht und man präklinisch nicht diagnostizieren kann ob tatsächlich nur einer der ersten fünf Wirbel gebrochen ist, ist eine komplette Immobilisierung unumgänglich.

Die HWS-Schienen gibt es in verschiedenen Größen für Babys, Kinder und Erwachsene. Inzwischen gibt es auch variable Modelle die in ihrer Größe der Halslängen angepasst werden können. Zur Auswahl der richtigen Größe denkt sich der Anwender zwei Linien an Kinnspitze, Kopf in Neutralstellung, und über der Schulter, misst diesen Abstand mit seinen Fingern ab und überträgt ihn auf die HWS-Schiene.